„Vegane Eiweißwunder – Das Kochbuch – Leckere Gerichte aus Lupinen, Hülsenfrüchten, Soja und Nüssen“ von Petra Kunze & Sarah Schocke

DSC_0921»Ohne Eiweiß geht gar nichts.«

Autorinnen: Petra Kunze & Sarah Schocke – VerlagGoldmann (22. August 2016) – Format: Paperback, Klappenbroschur  – Buchlänge: 128 Seiten – Preis: 14,99 € – ISBN: 978-3442221783 (*Erwerben ♥)

Über die Autorinnen:

Petra Kunze
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© privat

Petra Kunze studierte Germanistik und Sozialwissenschaften und arbeitet seit fast 20 Jahren als freie Autorin in den Bereichen Lebenshilfe, Psychologie und Familie. Die langjährige Vegetarierin lebt seit zwei Jahren mit Genuss vegan und gibt Kurse für Neueinsteiger. (Quelle)

 

Sarah Schocke
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© privat

Sarah Schocke, Ökotrophologin und überzeugte Vegetarierin, ist Autorin diverser Bücher zum Thema Ernährung und Gesundheit. (Quelle)

 

Klappentext:

Vegane Ernährung per se ist eher eiweißarm. Es gibt jedoch genügend pflanzliche Eiweißlieferanten: allem voran natürlich Soja, dann aber auch Hülsenfrüchte, Seitan, Pilze, Nüsse – und Lupinen. Die bislang eher als Blume bekannte Pflanze ist sehr proteinhaltig und gerade dabei, die Regale der Bioläden und Reformhäuser zu erobern. Soja, Haupteiweißlieferant der Veganer, bekommt hier zunehmend Konkurrenz. Ein vierfarbig gestaltetes Kochbuch mit zahlreichen Fotos und ca. 50 Rezepten. (Quelle)

Meine Meinung:

Ich freue mich riesig über meine erste Kochbuch-Rezension. Diese wird natürlich anders aufgebaut als übliche Rezensionen, denn ich werde zunächst auf das Buch eingehen und anschließend einige Rezepte nachkochen und ebenfalls bewerten. ♥

Das Buch

DSC_0982Als langjährige Vegetarierin bin ich die Frage „Bekommst du denn überhaupt genug Proteine?“ schon sehr leid. ^^ Auch wenn ich (noch) keine Veganerin bin, interessiere ich mich sehr für die vegane Küche und koche ab und zu gerne vegan, weshalb mich dieses Buch angelächelt hat. 🙂 Beginnen wir mit der Buchgestaltung: Diese ist sehr hübsch. Optisch scheint es so, als wären die Rezepte auf recycltem Papier gedruckt worden und daneben strahlen farbenfrohe Fotos. Zu beinah jedem Rezept gibt es ein entsprechendes Foto. Das Buch ist zweigeteilt, zu einem finden sich Basic-Informationen und zum anderen eben die Rezepte. Die Basics wie „Was sind Proteine?“, „Wo bekomme ich sie her?“ und „Wozu brauche ich sie überhaupt?“ werden alle erklärt, was für Laien sehr informativ ist. Im weitern Verlauf werden pflanzliche Proteinquellen wie Lupinen, Hülsenfrüchte etc. vorgestellt, was ebenfalls toll ist. Gerade die Lupinen sind mir bisher noch unbekannt gewesen. Allerdings tauchen auch noch weitere, für mich fremde, Begriffe wie Tempeh, Seitan, Natto etc. auf, wessen Erklärung ich mir gewünscht hätte.

Die Rezepte sind auf dem ersten Blick von der Zubereitung her nicht aufwendig, wofür es schon mal einen dicken Pluspunkt gibt. Nicht viele haben Lust stundenlang konzentriert in der Küche zu stehen. Also ich zumindest nicht. ^^ Die Beschaffung der Zutaten ist allerdings etwas zeitaufwendiger. Die wenigsten Gerichte konnte ich mit unserer vollen Vorratskammer nachkochen. Also schickte ich meine Mutter in den nächsten Supermarkt für einige Zutaten, die aber mit leeren Händen wieder nach Hause kam. Goldleinsamen, Lupinen-Crunchy, Hafersahne, Agavendicksaft etc. sind wohl leider nicht überall zu finden. Für viele Zutaten müsste ich zum Beispiel im Reformhaus vorbeischauen, was in erster Linie nicht das Problem ist, sondern was bei einem größeren Einkauf mit hohen Ausgaben verbunden wäre. Dementsprechend habe ich mir zum Nachkochen nur Rezepte ausgesucht, wofür ich wenige Extra-Zutaten kaufen musste, Exotisches weglassen oder einzelne Zutaten für mehrere Rezepte verwenden konnte. Was ich bei allen Rezepten aber sehr schade finde, ist, dass nur der Protein-Gehalt angegeben wird. Dabei haben mir die Kalorien-, Zucker-, Fettangaben usw. gefehlt.

Nachgekocht

Ich habe für euch drei Rezepte nachgekocht:

Kichererbsen-Curry

DSC_0948Für dieses Rezept habe ich tatsächlich alle Zutaten im Haus gehabt, weshalb dem Nachkochen nichts im Weg stand. Die genauen Inhaltsstoffe und Zubereitungsart werde ich euch natürlich nicht verraten (dafür müsst ihr schon das Buch kaufen), aber ich kann euch sagen, dass es sehr einfach zuzubereiten ist, relativ wenige Zutaten gebraucht werden und es insgesamt gerade mal 30 Minuten dauert (wovon es 25 Min. allein kocht!). Auch wenn mein fertiges Ergebnis irgendwie nicht so appetitlich aussieht (das überlasse ich den Foodblogger) hat es mich geschmacklich positiv überrascht. Also wenig Aufwand für ein leckeres Gericht verdient bei mir 5 von 5 Sternen.

Lupinenpizza

Für die Lupinenpizza gab es ein kleines Hin und Her. Zunächst schaute wir (mein Freund & Ich) in Supermärkten, dann auch in größeren bis wir letztendlich doch bei Reformhaus gelandet sind. Dort wurden wir allerdings auch nicht richtig beraten, da wir statt Lupinenmehl Lupinenproteine bekamen. ^^ Für 5 € pro 100 g ist das auch noch ganz schön teuer. Zuhause angekommen, wollten wir es gleich nachkochen, bis wir bemerkten, dass der Teig ungelogen 4 Stunden lang durchziehen muss. Also hier schon mal ein klarer Hinweis: LEST DIE REZEPTE VORHER GRÜNDLICH! Und nicht nur die Zutatenliste! 😀 Zwei Tage später wagten wir uns wieder an das Rezept und haben es zweimal probiert, aber es hat einfach nicht geklappt. Der Teig war eine richtige Katastrophe. Er war so klebrig, sodass wir ihn gar nicht von der Frischhaltefolie abbekamen. Vom Ausrollen war gar nicht zu denken. Ein Foto gibt es deshalb leider nicht. Insgesamt ein großer Flop, weshalb dieses Rezept 1 von 5 Sternen bekommt.

Nudeln mit Tomaten-Basilikum-Soße

DSC_0194Dieses Rezept geht wieder super einfach und schnell. Ohne großen Aufwand kann man nach bereits 15 Minuten speisen. Geschmacklich ist es etwas gewöhnungsbedürftig. Für mich gehört in eine Tomatensoße kein Zucker rein, da es somit wirklich sehr süß wird. Auch wenn ich ein großer Zucker-Freund bin, hat es hier einfach nicht gepasst. Es hat zwar nicht wirklich schlecht geschmeckt, aber ich habe es weder aufgegessen noch werde ich es erneut kochen. Da Geschmäcker nun mal verschieden sind, bekommt dieses Rezept noch 2 von 5 Sternen.

Fazit:

Wie oft ist es mir schon passiert, dass ich in einem Kochbuch gestöbert habe, mit einigen Rezepten geliebäugelt und mir dennoch nichts nachgekocht habe. Ich bin sehr froh, dass ich mich mit meiner Rezension etwas dazu gezwungen habe, tatsächlich etwas nachzukochen, denn es lohnt sich! Auch wenn mir 2 von 3 Rezepten eher weniger zugesagt haben, wurden meine Kochkünste um einiges bereichert und ich habe meine Zutaten kennengelernt. Ich werde wirklich (!) noch einige davon ausprobieren. Insgesamt gebe ich dem Buch die Note 3. Nun schnuppert doch gerne in die Leseprobe hinein. ♥

Lieber Goldmann Verlag, ich danke euch sehr für dieses leckere Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt natürlich unverfälscht.


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2 Kommentare zu „„Vegane Eiweißwunder – Das Kochbuch – Leckere Gerichte aus Lupinen, Hülsenfrüchten, Soja und Nüssen“ von Petra Kunze & Sarah Schocke

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