„Die Schneekönigin“ von Michael Cunningham

dsc_0396»Frostige Hallen durchwandern in der Nacht

Auf der Suche nach dir auf deinem Thron aus Eis«

Autor: Michael Cunningham – Verlagbtb Verlag (14. November 2016) – Format: Taschenbuch – Buchlänge: 288 Seiten – Preis: 10,99€ – ISBN: 978-3442714469 (Erwerben ♥)

 

Über den Autor:

Michael Cunningham wurde 1952 in Cincinnati, Ohio, geboren und wuchs in Pasadena, Kalifornien, auf. Er lebt in New York City, lehrt an der Yale University und hat mehrere Romane und Erzählungen veröffentlicht. Sein Roman „Die Stunden“ wurde vielfach preisgekrönt, u. a. mit dem Pulitzerpreis und dem PEN/Faulkner-Award, und wurde in 22 Sprachen übersetzt. Die überaus erfolgreiche Verfilmung „The Hours“ mit Meryl Streep, Julianne Moore und Nicole Kidman wurde mit einem Oscar ausgezeichnet. (Quelle) Seine Website findet ihr hier.

Klappentext:

In Hans Christian Andersens Märchen »Die Schneekönigin« zerbricht ein Zauberspiegel in tausend Scherben. Trifft ein Splitter einen Menschen im Auge, so sieht er fortan alles um sich herum nur noch hässlich und böse. Wird ein Mensch dagegen im Herzen getroffen, wird es so kalt wie Eis … Michael Cunningham spielt auf brillante Weise, voller Poesie und mit einem guten Schuss Ironie versehen, mit Motiven aus Andersens Märchen. Und während er vor dem Hintergrund eines winterlichen und sehr heutigen New York eine Welt voll Eis, Schnee und Kälte heraufbeschwört, ist sein Roman in Wahrheit eine Hymne auf den Glauben an die Liebe und das Leben. (Quelle)

Meine Meinung:dsc_0871

Das Märchen von der Schneekönigin mag ich sehr, weshalb mich der Roman von Cunningham ziemlich reizte. Ich bin ein großer Fan von Intertextualität, sodass ich mich sehr auf die Motive und Anspielungen freute… Beginnen wir jedoch mit der Geschichte von Cunningham. Der homosexuelle Barrett wurde wieder einmal von einer Liebe abserviert. Wie kann er an die Liebe glauben, wenn sie ihm sogar per SMS das Herz brach? Seinem älteren Bruder Tyler geht es nicht gerade besser. Tyler hat zwar seine Freundin Beth, doch diese ist an Krebs erkrankt und stirbt langsam vor sich hin. Er selbst ist ein erfolgloser Musiker, welcher immer wieder zu Drogen greift. Eines Tages erblickt Barrett ein seltsames Licht im Central Park und fühlt sich erleuchtet. Tyler dagegen trifft ein kleiner Eiskristall ins Auge und setzt sich fest. Die Verwandlung kann beginnen…

 

»Falls der vom Wind getragene Eiskristall vorhatte, mit seinem Augapfel zu verschmelzen, so ist die Verwandlung geglückt; […]«

Doch tatsächlich passiert nichts. Die Stimmung ist weiterhin trostlos und schleppend. Der Roman wird von Gedankengängen anstatt von Taten dominiert. Eigentlich passiert kaum was in dem Roman, die Spannung bleibt aus. Leider ziemlich langweilig.

dsc_0428Das Buch ist folgendermaßen gegliedert: Ein Abend – November 2004 – Silvester 2005 – ein Abend – November 2008. Dazu gibt es viele Kapitel, die jedoch keine Kapitelüberschriften oder Nummerierungen tragen. Dafür sind die Kapitel meistens eher kurz gehalten, was mir gut gefallen hat, denn es war sehr anstrengend zu lesen. Abgesehen davon, dass die Handlung ziemlich flach ist, gefällt mir der Schreibstil leider gar nicht. Es gibt ziemlich viele Satzglieder, viele Einschübe, viele Kommata. Oft bin ich beim Lesen abgeschweift, da ich am Ende des Satzes gar nicht mehr wusste, wie er angefangen hatte. Die Intertextualität zu Andersens Märchen finde ich leider auch zu gering.

Bewertung:

Ich habe ernsthaft und mehrere Male mit dem Gedanken gespielt das Buch abzubrechen. Es hat mir gar nicht gefallen und war ziemlich langatmig. Vielleicht habe ich auch einfach nicht den „Sinn“ dieses Buches verstanden. Trotzdem (und weil es gegen meine Prinzipien verstößt, ein Buch abzubrechen) habe ich es komplett gelesen, um den Roman die Chance zu geben, mich noch von dem Gegenteil zu überzeugen. Leider hat das auch nichts gebracht. Deshalb ist und bleibt es leider eine 5.

Wer sich selbst überzeugen möchte, bekommt hier eine Leseprobe. ♥

Vielen lieben Dank an den btb Verlag und ans Bloggerportal für die Zusendung des Rezensionsexemplares. Meine Meinung bleibt natürlich unverfälscht.♥

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5 thoughts on “„Die Schneekönigin“ von Michael Cunningham

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