„Katzen – Eine unendliche Liebesgeschichte“ von Marina Mander

DSC_0189.jpg»Schließlich lebt man nur einmal, wieso sollte man sich also um das Glück bringen, es mit einer Katze zu teilen?«

 

Autorin: Marina Mander – VerlagC. Bertelsmann (21. November 2016) – Format: gebundene Ausgabe – Buchlänge: 144 Seiten – Preis: 12,00€ – ISBN: 978-3570102824 (Erwerben ♥)

Über die Autorin:

Marina Mander, geboren in Triest, schreibt sehr erfolgreich Erzählungen, Romane und Theaterstücke. Zuletzt erschien von ihr der Roman „Meine erste Lüge“ (Piper), der in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde. Sie lebt mit ihren beiden Katzen in Mailand. (Quelle)

Klappentext:

»Eine wunderbare Liebeserklärung an die Katzen.« Vanity Fair 

Marina Mander nimmt uns mit auf einen fantasievollen Streifzug durch die Welt der Katzen: Leichtfüßig und charmant vermischt sie eigene Erlebnisse, erfundene Geschichten und wissenswerte Anekdoten. Sie zeigt auf, wie diese faszinierenden Tiere unsere besten Lehrer in Bezug auf Selbstliebe und Seelenfrieden werden können, und ist sich gewiss: Jede Geschichte über Katzen ist eine Liebesgeschichte.

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Meine Meinung:

Das Buch basiert auf Beobachtungen der Verhaltensweisen der Katzen, was ich sehr spannend finde, da ich selbst keine Katzen „besitze“ (Dass man eine Katze nicht besitzen kann, klärt Marina Mander noch auf). Neben den Beobachtungen sind viele geschichtliche und wissenschaftliche Fakten eingebaut, welche sehr interessant sind, auch, wenn sie nicht mit Katzen in Verbindung stehen. Generell ist das Buch von viel Intertextualität geprägt, was einem das Lesen erheblich erschwert, wenn man kein Allgemeinwissen über Politik, Kunst, Literatur, Wissenschaft, etc. besitzt. Viele dieser Anspielung sind einfach nicht verständlich und ich hatte wenig Lust, auf jeder Seite die Anekdoten nachzuschlagen (obwohl ich schon einiges dank meines Studiums kenne!). Die Geschichte lässt sich keineswegs leicht lesen, was den vielen Fach- und Fremdwörtern zu verschulden ist. Ich empfinde den Schreibstil als protzend, er ist möglichst komplex und philosophisch geschrieben. Selbst die Satzstellung ist ziemlich verschachtelt, sodass ein Satz fast die ganze Seite füllen kann. Ehrlich gesagt, bin ich an vielen Stellen abgeschweift, sodass ich eine Sätze unbewusst überflogen habe, anstatt sie wirklich zu lesen. Der Aufbau des Buches ist etwas verwirrend. Es gibt viele Kapitel, die jeweils eine Überschrift haben und worauf sich im folgenden Absatz auch bezogen wird, aber die Geschichte an sich ist kaum strukturiert. Bei den Erlebnissen wird zeitlich immer wieder hin und her gesprungen, einen roten Faden konnte ich beim besten Willen nicht erkennen.

Zwei Beispiele für ihren Schreibstil:

»Sie erzählte das mit dem gleichen Ausdurck, mit dem Schatzi [ihre Katze] Il cielo in una stanza lauscht, mit verträumten, gen Himmel verdrehten Augen, auf der Suche nach unmöglichen parallelen Konvergenzen.«

»Der einer liebevollen Geste aus prä-ökologischer Zeit geschuldete Pelz würde für mich erst in post-ökologisch-biodynamischen Zeiten ohne Tantra-Mantra, Heilsteinetherapien, Lebens-Coaching und dem Diktat politischer Korrektheit tragbar werden.« 

Kommen wir zu der „Liebesgeschichte“. Vielleicht interpretiere ich eine Liebesgeschichte anders, aber das, was Marina Mander hier präsentiert, schlägt meines Erachtens weit darüber hinaus. Vielleicht habe ich auch etwas anderes erwartet, aber ihr großer Hang zur Übertreibung und der hohe Maß an Personifikationen der Katzen haben mich einfach gestört. Die imaginären Dialoge zwischen den Katzen und ihr sind schlichtweg übertrieben. Auch ihre Gegenüberstellung von Katzen und Hunden finde ich nicht gelungen. Obwohl sie selbst mit Hunden zusammengelebt hat, versucht die Autorin sie schlechter zu reden. Mir gefällt dieses Schwarz-Weiß-Denken nicht, bei dem immer eine Seite schlechter gemacht werden muss. Meiner Meinung nach haben Hunde sowie Katzen beide ihre liebenswerten Seiten.

»Katzen, die idealen Lebensgefährten des Menschen, sind nun einmal Katzen und keine Hunde.«

Bewertung:

dsc_0176Schade, unter einer unendlichen Liebesgeschichte zwischen Mensch und Katze habe ich mir etwas anderes vorgestellt. Dank der wenigen Zitate, die mir wirklich gefallen haben und der wissenswerten Anekdoten reicht es noch für eine 4.

»Wenn du nicht weißt, was du von einem Menschen halten sollst, frag deine Katze, wenn du nicht weißt, was du von dir selbst halten sollst, frag sie ebenfalls.«

Wer sich selbst überzeugen möchte, findet hier eine Leseprobe.♥

Vielen lieben Dank an den Verlag C. Bertelsmann für die Zusendung des Rezensionsexemplares. Meine Meinung bleibt natürlich unverfälscht.♥

 

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