Die 5. Welle

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 »Die Sache mit dem Töten ist die, dass man nicht weiß, ob man dazu imstande ist, bevor man es tatsächlich versucht. «

  1. Traue niemandem.
  2. Allein zu bleiben ist die einzige Möglichkeit, um am Leben zu bleiben.

Autor: Rick Yancey – Verlag: Goldmann (14. April 2014) – Format: gebundene Ausgabe – Buchlänge: 496 Seiten – Preis: 16,99€ (Erwerben ♥) – ISBN: 978-3442313341

Über den Autor:

Rick Yancey ist ein preisgekrönter Autor, der mit dem ersten Teil seiner Trilogie Die fünfte Welle nicht nur die amerikanischen Bestsellerlisten stürmte. Wenn er nicht gerade schreibt oder darüber nachdenkt, was er schreiben könnte, oder das Land bereist, um übers Schreiben zu reden, verbringt er seine Zeit am liebsten mit seiner Familie in Florida. Weitere Informationen findet ihr auf seiner Homepage oder hier.

Klappentext:

Die erste Welle brachte Dunkelheit. Die zweite Zerstörung. Die dritte ein tödliches Virus. nach der vierten Welle gibt es nur noch eine Regel fürs Überleben: Traue niemandem! Das hat auch Cassie lernen müssen, denn seit der Ankunft der Anderen hat sie fast alles verloren: Ihre Freunde und ihre Familie sind tot, ihren kleinen Bruder haben sie mitgenommen. Das Wenige, was sie noch besitzt, passt in einen Rucksack. Und dann begegnet sie Evan Walker. Er rettet sie, nachdem sie auf der Flucht vor den Anderen angeschossen wurde. Eigentlich weiß sie, dass sie ihm nicht vertrauen sollte. Doch sie geht das Risiko ein und findet schon bald heraus, welche Grausamkeit die fünfte Welle für sie bereithält … foto-31-10-16-16-29-18

Meine Meinung:

Normalerweise mag ich keine Apokalypsen-Geschichten, die von Aliens verursacht werden. Doch diese Geschichte ist anders! Es geht hier nicht um Gestalten, die auf die Erde kommen und den Menschen das Leben nehmen, sondern es geht um die Ankunft der „Anderen“. Ein großes Raumschiff taucht auf, doch die „Anderen“ zeigen sich nicht. Stattdessen verursachen sie (Todes-)Wellen, eine schlimmer als die andere, wobei unzählige Menschen ihr Leben verlieren. Gerade diese unterschiedlichen, tödlichen Wellen machen die Geschichte sehr spannend. Wer sind überhaupt die „Anderen“, was wollen sie und was genau hat es mit den Wellen auf sich?

»Weißt du, wie man den Feind erkennt, Cassie? «

Cassie ist nun allein. Die bisherigen Wellen haben sie von ihrer Familie getrennt und sie ist nun auf sich allein gestellt. Die Stimmung wird gut vermittelt. Cassie spricht viel mit sich selber (da ansonsten keiner da ist) und verarbeitet das bisher Geschehene in Rückblenden. Mir gefallen die Rückblenden gut, dass sie Einblicke in die Welt vor und während der Ankunft der „Anderen“ geben. Dadurch wird nicht nur die Protagonistin gut ausgearbeitet, sondern auch die Menschen in ihrem Umfeld. Schnell stellt sich für den Leser die Frage, warum ausgerecht sie überlebt hat und was ihrer Familie genau zugestoßen ist. Alles wird nach und nach aufgedeckt. Der Charakter von Cassie gefällt mir sehr gut,  da sie eine sehr starke und mutige Persönlichkeit ist, was ich sehr an ihr bewundere.

»Man tötet alle, oder man riskiert, selbst getötet zu werden.«

»Lass mich nicht den Teil von mir verlieren, der mich zu einem Menschen macht.«

Schnell kam dann aber meine Enttäuschung, dass weitere Perspektiven beschrieben werden, sodass der Fokus auf jeweils unterschiedlichen Protagonisten liegt. Neben Cassies Sicht bekommt der Leser noch die Perspektive von dem Jungen Zombie, einem Gegner und Cassies kleinem Bruder Sammy. Mit der Perspektive von Zombie bin ich leider nicht warm geworden, aber es hat sich in den späteren Kapiteln etwas gebessert. Sammys Sicht dagegen finde ich einfach nur herzergreifend (wortwörtlich), denn es hat mich einfach sehr berührt. An einige Stellen jedoch ist die Perspektive des 5-Jährigen Jungen für sein Alter etwas unrealistisch. Den Charakter von Evan finde ich ebenfalls gut, da er sehr gefühlvoll in einer so kalten Welt ist.

»Um durchzuhalten, muss man etwas finden, wofür man bereit ist zu sterben.«

Einige Kapitel haben mich zutiefst schockiert und somit auch sehr berührt, was meiner Meinung nach einfach genial ist! Ein Buch sollte den Leser ergreifen und dieses schafft es vollkommen! Es fasziniert mich, wozu der Mensch im Ausnahmezustand fähig ist. Der Überlebenstrieb der Menschen wird realitätsnah dargestellt. Als Leser fiebert man mit, denkt darüber nach, wer wohl überleben wird und ob das dann wirklich noch ein Leben ist. Für mich gab es auch einige überraschende Wendungen, was die Spannung immer wieder steigen lässt. Insgesamt ist das Buch dynamisch und keineswegs langweilig. Das Ende war leider etwas fehl am Platz, da ich es unpassend finde wie die Charaktere gerade auf der letzten Seite agieren. Das passt für mich nicht mit der Geschichte zusammen.

»Am Schluss werden nicht die Glücklichen überleben.«

Den Schreibstil finde ich sehr angenehm zu lesen. Es gibt viel gesprochene Sprache, was an vielen Gedankengängen und Gesprächen liegt. An einigen Stellen sprechen die Charaktere einen unbekannten (fiktiven) Adressaten an, sodass sie diese Person siezen, was ich etwas komisch finde. Natürlich sind einige Passagen übertrieben wie z.B. einige Kämpfe oder Atem der nach Schokolade riecht! ^^ Es gibt ziemlich viele Kapitel, sodass es sehr gut zu lesen ist. Die Geschichte ist in 8 Teilen gegliedert (Perspektivenwechsel) und umfasst insgesamt 91. Kapitel.

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Ich habe das Buch ehrlich gesagt einfach nur geliebt! ♥ Eine Apokalypse auf einer neuen Art, der Tod kommt in Wellen. Die Geschichte bekommt trotz kleiner Schwächen eine 1 von mir! Die nächsten Teile der Trilogie werde ich sicherlich auch bald lesen. Den zweiten Teil habe ich mir heute noch gekauft! ^^

P.S. Den Film habe ich mir nach dem Lesen ebenfalls angeschaut. Natürlich ist das Buch meistens besser als die Verfilmung, da im Buch ein tiefer Einblick in die Gefühlswelt der Charaktere ermöglicht wird. Gerade dies fehlt mir aber im Film. Cassies Monologe und Überlegungen vermisse ich einfach sehr und finde sie auch wichtig! Trotzdem finde ich, dass Chloë Grace Moretz den Charakter von Cassie gut darstellt. Sammys Besetzung gefällt mir nicht, er kommt mir nicht wie ein 5-jähriger vor. Evans Charakter kommt ebenfalls nicht gut rüber. Das Verhältnis zwischen Evan und Cassie wird auch nicht deutlich. Bei der Verfilmung eines Buches muss natürlich auch gekürzt werden, womit ich kein Problem habe, aber sobald wichtige Schlüsselszenen verändert werden, enttäuscht mich das schon. Insgesamt ist der Film aber in Ordnung, ich gebe ihm eine 3, aber empfehle definitiv das Buch! ♥

♥Lovelyceska♥

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15 thoughts on “Die 5. Welle

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